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    Urlaub

    Frage: Wo macht der eingefleischte Bulldogfan Urlaub? -
    Antwort: Natürlich auf LANZarote !
    Seltsame Traktor - Kalender in Supermärkten

    Wie schon vor Jahren berichtet, tauchen auch jetzt in einigen Supermärkten wieder etwas seltsame Oldtimer - Traktor - Bildkalender auf. Zum fraglos günstigen Preis von 4 bis 6 Euro (je nach Markt und Typ) gibt es dort für jeden Monat großformatige Traktorfotos mit entsprechendem Kalendarium, die foto-, bild- und drucktechnisch durchaus sehr gut gemacht sind. Leider fällt bei manchen Ausführungen gleich auf, dass die dort zusammengestellten Fotos wohl von absoluten Traktor-Laien gemacht wurden, weil fast alle Bilduntertitel völlig falsch sind. Auch die Auswahl der abgebildeten Traktoren ist teils etwas kurios. Nahezu zielsicher werden häufig Exemplare abgebildet, die in völlig falschen Farben lackiert sind, wo man z.B. an einem hellgrün lackierten Hanomag - R 217 mit dick überlackierten, alten Dreckbrocken gezeigt bekommt. Tolle Werbung für das Traktorhobby! - Mal was anderes (?), aber fotografisch durchaus gut gemacht.
    Zahl der Treffen weiter leicht rückläufig:

    Nachdem bereits in den vorangegangen Jahren die Gesamtanzahl von Traktor - Oldtimertreffen etwas rückläufig war, setzte sich dieser Trend in 2016 und 2017 fort, wobei der Rückgang in 2017 nicht mehr ganz so dramatisch war. Es entfielen nicht nur kleinere Treffen, teils verschwanden auch einige bislang renommierte Treffen sang- und klanglos von der Bildfläche. In manchen Fällen lag es auch daran, dass sich der veranstaltende Verein oder Club gleich ganz aufgelöst hat.
    Wiederbelebung der HANOMAG - Motorentabelle

    Nachdem sich in letzter Zeit hier die Anfragen häuften, bezüglich der Hubraumdaten von zahlreichen HANOMAG - Dieselmotoren, haben wir uns dazu entschlossen, die alte HANOMAG - Motorentabelle ab sofort wieder in den Seiten aufzunehmen, die bereits vor über 15 Jahren schon mal auf den damaligen Traktorbahnhofs -  Seiten zu finden war.  Auf die Schnelle konnte, wegen Zeitmangels, das "Design" der alten Seite noch nicht dem heutigen Traktorwelt - Erscheinungsbild angepasst werden, dafür bitte ich um Verständnis. Es geht jedoch um die Daten der Motoren und ich denke, die sind auch im alten Seitendesign gut und übersichtlich ablesbar.

    Diese Dieselmotoren - Tabelle ist ab sofort unter der Traktorwelt - Oberseite "Traktoren" / dann dort über die Unterseite "Motoren" zu erreichen oder von hier aus über folgenden Direktlink:

    http://www.traktorwelt.de/hanomagmotoren.html

    Die in dieser  Traktorwelt - Hanomagmotoren - Tabelle veröffentlichten Angaben lassen sich übrigens problemlos überprüfen, da es es für nahezu alle Motortypen noch die originalen HANOMAG - Instandsetzungs - Anleitungen gibt, die als Einleitungsseite unter dem Punkt "Technische Einzelheiten" eine Zusammenfassung aller wichtigen Eckdaten auflisten, dort u.a. auch die exakten Hubraumangaben in cm³. Wem das als Überprüfung nicht reicht, der kann es sich auch noch einfacher machen, es gibt von den meisten Fahrzeugen heute noch genügend erhaltene Exemplare, deren Brief noch existiert  bzw. die sogar noch aktiv angemeldet sind. Im Brief od. KFZ - Schein sind die exakten Hubraumangaben bekanntlich ebenfalls unter Punkt 8 eingetragen.

    Übergreifendes  Oldtimer - Hobby
    Die Anzahl von Oldtimerfans, die sich nicht nur auf eine Sorte von Oldtimern beschränkt, sondern übergreifend verschiedene Arten von Oldtimern sammelt, ist besonders in den letzten beiden Jahren drastisch gestiegen. Sehr viele, die sich bislang nur auf Oldtimer - PKW beschränkt hatten, haben sich inzwischen auch einen oder mehrere Oldtimer - Traktoren zugelegt. Umgekehrt gibts ebenso immer häufiger, also dass sich "Traktorsammler" als kleine Ergänzung auch zusätzlich einen Oldtimer - PKW oder auch Oldtimer - Nutzfahrzeuge gönnen.  Damit aber nicht genug, die Anzahl der so genannten "All - Spartensammler" ist ebenfalls drastisch gestiegen, die also sowohl Oldtimer - Autos, - Traktoren, Motorräder, - Fahrräder, - Nutzfahrzeuge und teils sogar -  Baumaschinen oder - Eisenbahnfahrzeuge, - Schiffe usw. sammeln. Hauptsache es bewegt sich und den Menschen irgendwie.
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    Selbstgemachte Raritäten ?
    In den letzten Jahren tauchen immer häufiger Schlepper auf, die es so ab Werk niemals gegeben hat. Nun entbrennt deswegen recht oft eine Diskussion über das Für und Wider solcher Teil-Eigenbauten. Dabei kehrt besonders die Frage immer wieder, ob solche Fahrzeuge dann wirklich als Rariäten zu bezeichnen sind, oder ob es sich schlicht und ergreifend nur um Bastelarbeiten oder in manchen Fällen sogar um eine Entwertung von Oldtimern handelt. Grundsätzlich denke ich, sollte erstmal jeder mit seinem Eigentum "Oldtimer - Traktor" so glücklich werden, wie er es selbst für richtig hält und somit auch Freiraum für eigene Umbauten haben. Andererseits ist es um jeden Oldtimer schade, der aus dieser Welt verschwindet und wenn die Umbauten zu umfangreich sind, ist dies damit sicher der Fall. Was die Umbauten selbst betrifft, so gibt es je nach Marke hier sehr viele Möglichkeiten, die zwar in einigen Punkten eine deutliche Verbesserung von Eigenschaften mit sich bringen, aber auf der anderen Seite dafür keiner erheblichen Veränderungen bedürfen, weil die meisten Veränderungen die dazu notwendig sind, mit originalen Teilen des Herstellers durchgeführt werden können. Somit muß man hier sicher unterscheiden, was ein wirklich gravierender Umbau ist, der praktisch das ganze Fahrzeug entstellt oder was letztendlich genau betrachtet nur eine Aufrüstung, Verbesserung im technischen Sinne oder Anpassung an bestimmte Wünsche des Besitzers darstellt. Als sehr gutes Beispiel wären in diesem Zusammenhang die HANOMAG - Halbrahmen - Baureihen von R 22 bis R 35 und R 324 bis R 442 zu nennen. So könnte man mit absoluten HANOMAG-Originalteilen aus der damaligen Zeit einen R 22 in verschiedenen Stufen von 22 PS auf 40 PS aufrüsten, einen R 28 gar von 28 bis auf 70 PS aufrüsten uä., wohlgemerkt, alles mit originalen HANOMAG - Teilen aus der damaligen Zeit! Durch die unterschiedlichen Radausführungen können andere Übersetzungsverhältnisse zusammengestellt werden, zB. zur Erhöhung der Endgeschwindigkeit usw. Sicherlich ist ein solch weites Betätigungsfeld mit echten Originalteilen nur selten in einem derart großen Rahmen möglich, wie bei diesen HANOMAG - Baureihen, aber auch Schlepper und Motoren anderer Marken bieten hier sicherlich einige Umbaumöglichkeiten, die heute immer häufiger genutzt werden. Um beim Beispiel HANOMAG zu bleiben: durch die angedeuteten Umbaumöglichkeiten mit den Originalteilen ändert sich an der Fahrzeuggrundsubstanz gar nichts, es bleibt im Wesentlichen das gleiche Fahrzeug, nur daß Leistung und Geschwindigkeit (- mit dem Originalmotor !) höher werden, weil der Motor so gesehen technisch auf die nächsthöhere Variante eingestellt wird, die bereits damals ebenso von HANOMAG angeboten wurde.

    Weniger akzeptabel sind da schon Umbauten, wie man sie neulich auf einigen Veranstaltungen sehen konnte:
    zB. ein Deutz F2L514, ursprünglich 30 PS, hochgejagt auf 75 PS, wohlgemerkt ebenfalls mit gleichem Motor. Da diese Erhöhung vorwiegend aus Drehzahlsteigerung geholt wurde, wird man an dieser Maschine wohl nicht mehr lange Freude haben, da sie (im Gegensatz zu den Hanomag-Motoren) nicht für Drehzahlen in einem Bereich von 2500 U/min und darüber geeignet ist.
    Oder ein kleiner Fendt F 12, dessen 0,85 Liter - MWM - Motörchen von 12 PS auf eine (kurzlebige) unbekannte PS-Zahl hochgezwiebelt wurde, so daß der Kleintraktor dadurch und mit höheren Hinterrädern ausgestattet auf gerader Strecke rund 35 km/h saust. Bei der kleinsten Steigung geht dem armen Kerl natürlich hoffnungslos die Puste aus.
    Das alles waren aber rein technische Änderungen, in optischen Sachen gibt es teilweis auch recht ungewöhnliche Unikate:
    schwarze Traktoren waren wohl vor einigen Jahren mal "in", in der letzten Zeit verschwinden diese jedoch zusehends wieder, dafür findet man heute schon mal öfters postgelbe Hanomags, hanomagblaue Porsches oder neulich gesehen und wirkt total ungewöhnlich: ein scheeweisser Deutz F3L514 mit hoher Bereifung und hohem Blechdach - alles in weiss. Aber das sind alles nur farbliche Veränderungen, richtig lustig wird es erst, wenn man zu den hausgemachten Blechteilen kommt: ein 15er Deutz F1L514 mit einer absolut rechteckigen Kastenhaube oä. Scherze sind da ja noch harmlos.
    Wesentlich verwirrender sind da nur noch die Schlepper, die einem manchmal als absolute Unikate einer unbekannten Kleinst - Traktorfabrik vorgegaukelt werden und wenn man dann einmal unter die Bleche schaut, entdeckt man gerne alte Bekannte wieder: ein Getriebe von einem alten Hela hier zur Abwechslung mal verblock mit einem 22er-Güldner-Motor. Warum nicht, ein Unikat ist es unbedingt und ehe diese Teile nutzlos irgendwo auf dem Schrott landen, ist eine solche Verwendung immer noch wesentlich sinnvoller. Blöde ist nur, wenn dann versucht wird unter dem Obertitel "Absolute Rarität / Einzelstück" damit das große Geld zu machen, denn wirklich viel wert (rein vom materiellen Wert betrachtet) sind solche "Einzelstücke" in der Regel nicht, sie liegen noch erheblich unter dem Wert, den der Originaltraktor gehabt hätte, aus dessen Bestandteilen sie bestehen..
     


       
    Wann ist ein alter Traktor ein Oldtimer ?
    Diese Frage erhitzt sehr oft die Gemüter. Viele ziehen die Grenze bei ca. 1970, alles was danach gebaut wurde gilt als moderner Gebrauchstraktor. Andere wollen diese Grenze schon bei 1960 ansiedeln. Da die Zeit und die technische Entwicklung nun aber unaufhaltsam weiterschreiten, muß diese Grenze, wo immer man sie auch ansiedeln möchte, zwangsläufig mitschreiten. So dass automatisch die Traktoren von zB. Bj. 1972 oder später, in einigen Jahren auch dazugehören. Daher finde ich, sollte man diese Grenzen nicht zu bürokratisch eng betrachten und nicht wie zB. im vergangenen Jahr vereinzelt auf Treffen geschehen, Leute die mit einem Traktor von 1963 einen langen Anfahrtsweg auf eigener Achse auf sich genommen hatten, mit der Begründung , dass man nur Traktoren bis Bj. 1960 zuläßt zurückschicken. Einmal ganz abgesehen davon, dass die so abgewiesenen Traktoristen ein Treffen dieses Veranstalters wohl auch nicht mehr mit ihren älteren Traktoren von vor 1960 besuchen werden, führt ein solches Verhalten automatisch dazu, dass sich nur relativ wenige Sammler für Traktoren aus den späten 60iger und den 70iger Jahren interessieren und nur wenige daran denken auch solche "Schätzchen" zu bewahren. In 10 oder 20 Jahren entsteht dann eine Lücke in dem was noch erhalten ist und man steht vor dem gleichen Effekt, den man selbst schon unzählige Male erlebt hat, denn hätte man vor 25 Jahren gewußt, wie man sich heute zB. über einen LANZ-Bulldog oder dergleichen freuen würde, dann wäre sicherlicher mehr in die heutige Zeit rüber gerettet und weniger verschrottet worden - besonders wenn man dabei noch bedenkt, dass zu dieser Zeit selbst echte, funktionsfähige Glühköpfe zT. schon für 300 - 500 DM zu haben waren!
     

     (P) (C) 1998 - 2016

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Industriegeschichte + Industriekultur unter MUDB4

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