Güldner

(C) 1998 - 2017 Traktorwelt / Traktorbahnhof Michael Keller

Haifischmaul - Baureihen

 

Es gab bei den älteren Güldner – Modellen mit der Haifischmaul – Haube zwei verschiedene Lackierungen ab Werk. Beide entsprechen, soweit bekannt, bislang (Stand April 2006) leider keinem exakten RAL – Farbton.

1)

Die an über 80 % aller Güldner – Traktoren ab Werk ausgelieferte typische Güldner – Lackierung war ein Türkisgrün. Jedoch die RAL – Farbe mit dem Namen Türkisgrün RAL – 6016 ist zu hell, wäre aber mit Zugeständnissen verwendbar. Unter Beimengung von etwas Grau könnte man hier evt. zum exakten Farbton gelangen. Ein wenig ähnlich verhält es sich bei RAL 6033 Minttürkis, jedoch diese Farbe ist im Grundton zwar sehr ähnlich, aber zu farbintensiv. Ebenfalls eine gewisse Ähnlichkeit hat der RAL - Farbton Resedagrün RAL 6011, der jedoch  zu wenig Blauanteil enthält. Er kann aber, unter Beimengung von etwas RAL 5010 Enzianblau und einem Hauch RAL 7001, Silbergrau zum korrekten Farbton gemischt werden. Die Mischmöglichkeit wäre hierbei:

90 % RAL 6011, Resedagrün  plus

8 % RAL 5010, Enzianblau und

2 % RAL 7001, Silbergrau

2)

Rund 20 % der Schlepper wurden zu dieser Zeit hingegen (teils auf gesonderte Bestellung) in einem deutzähnlichen, aber etwas mehr gelblicheren Grün ausgeliefert, welches sich auf der Basis von RAL 6002 Laubgrün unter Beimengung von etwas Sonnengelb und einem Hauch Silbergrau erreichen lässt:

90 % RAL 6002, Laubgrün  plus

8 % RAL 1037, Sonnengelb und

2 % RAL 7001, Silbergrau

Diese Farbgebung ist aber eben nicht das typische Güldner-Türkisgrün, wie oben unter 1) beschrieben, welches immer noch am besten zu einem Haifischmaul - Güldner passt. 

Das Frontgitter, die Zierkanten- / Linien  in der Kühlerhaubenmaske und Teile der Beschriftung waren ab Werk in

RAL 9010,  Reinweiss

Die angebauten Zierleisten (oben auf der Haubenmitte) in silbern oder gelegentlich auch im gleichen weiss. Die Felgen in Feuerrot, dem heutigen

RAL 3000

entsprechend.

Manche Beschriftungs-Schriftzüge (zB. der  Güldner – Schriftzug) waren auch aus gestanztem Metall silberfarbig aufgesetzt.
 

Spätere Baureihen mit der Tonnenhaube


3)

Die später folgenden Baureihen mit der tonnenförmigen Haube gab es zu etwa
60 bis 70 % in

RAL 6011, Resedagrün.

Etwa 15 - 20 % der Modelle waren auch wieder in  dem Türkisgrün, wie oben unter 1) beschrieben.

Des weiteren gab es 3 bestimmte Typen sogar gelegentlich in dem Blauton

RAL 5012,  Lichtblau

Diese hellen Blauausführungen gab es besonders häufig bei dem Modell A3P mit Perkins - Motor, sowie auch noch öfters bei den leichten luftgekühlten Modellen der AK / AKN / A-KS - Serie (13-15 PS, teils Spessart) und der A3K- Serie (24-25 PS; Burgund). Bei anderen Güldnertypen gab es diese blaue Lackierung ab Werk eigentlich nicht.


Die Felgen bei den Ausführungen mit der tonnenförmigen Haube wurden in
RAL 3000 Feuerrot lackiert. Bei den Beschriftungen und dem Frontgitter der
Haubenmaske gab es Unterschiede. Bei vielen Modellen wurden diese in
Reinweiss RAL 9010 gehalten, bei manchen in silbern, aber bei einigen (meist
bei den blau lackierten) auch in Weinrot RAL 3005.

 

Spätere G - Baureihen (rote Güldner)

4)

Die noch später folgenden Baureihen der so genannten G – Serie (ab ca. 1962 und später) wurden generell in

RAL 3000, Feuerrot lackiert.

Bei der G – Serie waren das Gitter der Frontmaske und die Beschriftungen in
 

RAL 9010, Reinweiss,

gelegentlich auch in RAL 9001, Cremeweiss.

Teils wurden auch silberfarbige Beschriftungen aus gestanzten Metallschriftzügen aufgesetzt.

Die Felgen gab es bei der G – Serie in 2 unterschiedlichen Varianten:
a) Cremeweiss RAL 9001   oder
b) Feuerrot RAL 3000
wobei natürlich an einem ohnehin schon roten Traktor die weisse Ausführung
einen schöneren Kontrast ergibt
 

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